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Mitteilung des OÖ. Naturschutzbundes 08. April 2010: Naturschützer über bewilligtes Konzert am Welser Flugplatz entsetzt Die Meldung, dass das Rockkonzert der Band AC/DC am Welser Flugplatz am 22. Mai jetzt bewilligt wurde, ruft unter den Naturschützern Empörung hervor. „Am internationalen Tag der Artenvielfalt soll in einem überregional sehr bedeutenden Brutgebiet seltener Vögel ein Konzert stattfinden, das ist grotesk und absurd“, ist Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes Oberösterreich, entrüstet. Die Naturschutzauflagen minimieren zwar die Beeinträchtigung der bedrohten Arten, können eine solche aber nicht verhindern. Obwohl geeignete Ausweichflächen für das Konzert vorhanden sind (z.B. Segelflugplatz in Linz), wird am Welser Flugplatz als Veranstaltungsort festgehalten. Warum nimmt man eine massive Störung international geschützter und bedrohter Arten in Kauf, wenn es Alternativen gibt? Darüber kann man nur Vermutungen anstellen. Soll durch die Konzertbesucher eine möglichst große Fläche niedergetrampelt werden, damit dann Naturschutzargumente gegen die geplante Verbauung fehlen? Nach unseren Informationen darf laut Pachtvertrag zwischen BIG (Eigentümer) und der Stadt Wels der Flugplatz nur für den Flugbetrieb verwendet werden. Die Stadt Wels würde demnach mit der Abhaltung eines Konzerts vertragsbrüchig. Es wird jetzt überlegt, gegen die Verantwortlichen der Stadt Wels eine Klage einzubringen. Damit solche Beeinträchtigungen in Zukunft nicht mehr passieren können, fordert der Naturschutzbund Oberösterreich jetzt noch vehementer die rasche Ausweisung des gesamten Welser Flugplatzes als letztem Rest der Welser Heide als Naturschutzgebiet.
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