"Ahörndl"-Moor

Das etwa 1,6 Hektar große Naturdenkmal „Ahörndl-Moor“ im Sauwald, Bezirk Schärding, stellt den Rest einer einst großflächigen Sattelvermoorung dar. Dieser ist heute durch die entwässernde Wirkung randlicher Drainagen akut in seinem Fortbestand gefährdet. Durch die Entwässerungsgräben wird einerseits das aus den höheren Bereichen in das Moor einströmende Hangwasser vorzeitig abgeleitet, andererseits verursachen die Gräben auch eine Absenkung des mooreigenen Grundwasserspiegels. Die Änderung der hydrologischen Gegebenheiten führte in weiterer Folge zu einer gänzlichen Umwandlung der typischen Hochmoorvegetation in eintönige, von Faulbaum und Birken durchsetzte Pfeifengrasbestände. Versuche, dieser Entwicklung durch frühzeitige Mahd entgegenzuwirken, zeigten leider nicht den gewünschten Erfolg.

Der Naturschutzbund OÖ. hat sich nun das hohe Ziel gesetzt, das Moor hydrologisch zu sanieren, um den gesamten Torfkörper erneut zu vernässen. Umfangreiche Voruntersuchungen stellen die Basis einer erfolgreichen und nachhaltigen Restaurierung dar.

Bisher wurde die Topographie der Mooroberfläche und des mineralischen Untergrunds erhoben und die Mächtigkeit der Torfschichten durch Sondierungen ermittelt. Zusätzlich wurde ein hydrologisches Messnetz installiert. Mit Hilfe von Dauerpegeln sollen die Wasserspiegelschwankungen im Jahr 2003 festgehalten werden. Basierend auf den gesammelten Daten wird dann ein entsprechendes Sanierungskonzept ausgearbeitet.

 

Foto: Michael Brands