Der Fischotter

 

 

Foto: Weissenbacher

Der Fischotter (Lutra lutra)

Ursprünglich in ganz Europa weit verbreitet wurden die Fischotterpopulationen im letzten Jahrhundert derart dezimiert, dass dieser an das Leben im Wasser hervorragend angepasste Marder heute in der Roten Liste Österreichs als eine vom Aussterben bedrohte Tierart aufgelistet ist. Man sah und sieht in ihm einen Nahrungskonkurrenten, der angeblich in Massen in Bäche und Teiche einfällt und diese leer fischt. Durch rücksichtslose Verfolgung stark dezimiert besiedelt der Fischotter in Österreich heute nur noch gut 20 % seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Neben einer stabilen Population im Mühl- und Waldviertel befinden sich auch im Südosten der Steiermark nennenswerte Vorkommen. Ausgehend von diesen Gebieten beginnt sich der Fischotter nun entlang der Fließgewässer langsam wieder auszubreiten. Abgesehen von einzelnen illegalen Abschüssen spielt die Bejagung des Fischotters heute keine Rolle, da dieser als ganzjährig geschont gilt. Schwerwiegender wirken sich vielmehr die zunehmend verbauten und häufig in naturferne bis künstliche Gerinne umgewandelten Flüsse und Bäche aus. Staumauern und Wehren versperren den Tieren den Weg, und nur noch selten findet man an Fließgewässern Abschnitte, die über eine Länge von gut 20 km noch ausreichend naturnah sind, um zumindest den Ansprüchen eines einzelnen Otterreviers zu genügen.

 


Minister Haupt übernimmt die Patenschaft im Salzburger Zoo für ein Fischotterpärchen:
Herbst 2004

Foto: Dagmar Breschar
Partner im Bemühen um Verständnis für den Fischotter 
BM Mag. Herbert Haupt und Josef Limberger Obmann ÖNB OÖ. 

Foto: Josef Limberger

 

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