Streuwiese am Irrsee    

 

Dieses Gebiet ist geprägt durch hohen botanischen Artenreichtum, 
welcher auf langjährige extensive Nutzung, insbesondere den Verzicht 
auf Düngung und Entwässerung, zurückzuführen ist. Seltene Pflanzenarten 
wie der Fieberklee (Menyanthes trifoliata), die Mehlprimel 
(Primula farinosa) oder der Frühlingsenzian (Gentiana verna) sind 
hier nur stellvertretend genannt. Diese etwa 1,7 Hektar große Fläche 
ist Teil des Naturschutzgebietes "Nordmoor am Irrsee" in der Gemeinde 
Oberhofen. Zentrale und auch einzige Pflegemaßnahme stellt die jährliche 
Mahd dieser Streuwiese dar. Von Bedeutung ist auch der anhaltende Verzicht 
auf Intensivierungsmaßnahmen, welcher über die Verwaltung durch den 
Naturschutzbund
Oberösterreich, sichergestellt ist.

Anmerkung: Die Bezeichnung "Streuwiese" ist rückzuführen auf die 
Nutzungsform des Mahdgutes. Dieses wurde früher als Einstreu in Ställen 
verwendet. Heutzutage hat diesem Schnitt allerdings das zu Massen anfallende 
und billige Stroh den Rang abgelaufen. Dadurch gestaltet sich die sinnvolle 
Verwertung des bei der Mahd anfallenden Materials zumeist als schwierig, 
einziger Ausweg ist häufig die Kompostierung.

 

Fotos: Josef Limberger, Michaela Groß