Gemeinde Bruck-Waasen und Naturschutzbund OÖ. gestalten den Spazierweg in der Ledererwiese neu

 

In einem groß angelegten Projekt wurde die sogenannte Ledererwiese, ein beliebter Spazierweg der Peuerbacher und Bruck-Waasener, vollkommen neu gestaltet.

 


 

 

Abschluss mit einem fulminanten Fest

 

...die Ehrengäste...

 

 

Die Gemeinde Bruck-Waasen lud am vergangenen Sonntag zu einem großen Fest zur Eröffnung der sanierten Bauernkriegsdenkmäler und des, in Zusammenarbeit mit Naturschutzbund, Gewässerbezirk und Gemeinden entstandenen Naturweges in der Ledererwiese.
Angenehme Sitzplätze wurden in den letzten zwei Jahren gestaltet, der hart regulierte Ledererbach durch Erweiterungen und naturnahe Gestaltung ökologisch aufgewertet. Ein breiter Blumenwiesenstreifen wurde angelegt, zwei Spielskulpturen für die Kinder rundeten die durchwegs gelungene Neugestaltung des Ledererweges ab. Hunderte Menschen und viel Prominenz fanden sich ein um dieses gelungene Projekt gemeinsam zu feiern.

 


 

Juli 2008:

Die feierliche Eröffnung des Naherholungsgebietes Ledererwiese ist zwar erst für nächstes Jahr geplant, aber schon jetzt wird der Spazierweg gerne angenommen.

 


 

April 2007:

Der alte Wegverlauf, hart regulierter Bach, viel zu dicht bepflanzt (teils mit nicht heimischen Gewächsen)

 

Birken werden zurück geschnitten und teilweise entfernt um Kopfweiden Platz zu machen.
Auf einer Breite von zwei bis fünf Metern wird der Mutterboden entfernt und mit einem Lehm-Sandgemisch versehen, um Blumenwiesen Platz zu machen und Maisäcker vom Wanderweg zurück zu drängen.

Manfred Luger mit Gehilfen beim Errichten einer Steinmauer. Hier werden verschiedene Pflanzen gleich in die Mauer mit eingeschlichtet.

 

Eigene Sitzplätze, welche schöne Aussichten gewähren und  zur beschaulichen Rast einladen, werden angelegt. Dazu muss der gesamte Mutterboden entfernt und durch magere Böden ersetzt werden. Nur so ist garantiert, dass schon im folgenden Jahr die ersten blütenreichen Wiesen zu sehen sein werden. Verwendet wird hiezu garantiert standortgerechtes Saatgut, welches nur aus heimischen Wiesen geerntet wurde. So werden bald herrliche Blumen, von der Kartäusernelke, über die Margarite, vom Wiesensalbei bis zum Bocksbart, je nach Bereich, zu bewundern sein.

Leider müssen, um diese Umgestaltung auch möglich zu machen, einige ältere Bäume, vor allem Birken und nicht standortgerechte Sträucher entfernt werden. Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbund Oö. meint dazu: „Leider sind solche Maßnahmen für das Gelingen des Gesamtprojektes unumgänglich. Die entfernten Birken werden durch Kopfweiden ersetzt, welche früher entlang der Bäche prägend für die Landschaft waren. Bei den Sitzgelegenheiten und in den trockeneren Bereichen werden zudem Wildrosenarten und Wildkräuter gesetzt werden, welche zum Teil bei uns kurz vor dem Aussterben stehen. Auch der jetzt hart regulierte Bach wird an einigen Stellen aufgeweitet und neu gestaltet, nicht nur um das Landschaftsbild zu bereichern, sondern auch um Spielmöglichkeiten für Kinder zu schaffen. Das Spielen mit Wasser, das Errichten von kleinen Dämmen, das schwimmen lassen von Schiffchen gehört wohl zu den schönsten Erinnerungen so mancher Kinderzeit. Dies soll in der Ledererwiese wieder möglich sein“. Das ganze Projekt findet in engem Kontakt mit dem Naturschutz und dem Wasserbau statt. Die Planung stammt von Josef Limberger und Mitarbeitern des Oberösterreichischen Naturschutzbundes in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die Bevölkerung bitten wir um Verständnis und etwas Geduld, dafür wird ab dem nächsten Jahr die Ledererwiese um einige Naturschönheiten attraktiver sein, so Josef Limberger.

Die beiden Bauernkriegsdenkmäler in der Ledererwiese wurden ja im heurigen Jahr, hier auch in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Peuerbach, neu gestaltet. Den vielen Helfern und den Landwirten, die für dieses Projekt Grund zur Verfügung stellen, sei hier gedankt.

 

Fotos: Josef Limberger