"Die Nagelprobe für den OÖ. Naturschutz!"

"Die Alpen im Würgegriff der Erschließungsprojekte"!

"Mit Fördermittel ein Naturschutzgebiet zerstören!"

Das naturzerstörende Projekt soll die beiden Schigebiete Wurzeralm und Höss verbinden.


 

 

PA vom 04.06.2011: Stellungnahme der Alpinvereine zum "Aus für die Alpine Lodges auf der Höss"

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Pressekonferenz am 25. November 2010:

Der Naturschutz in OÖ. steht vor seiner größten Herausforderung. Das Naturschutzgebiet Warscheneck Nord wurde 2008 zum zweitgrößten Naturschutzgebiet in OÖ. erklärt. Keine zwei Jahre später überlegt man ernsthaft quer durch das Naturschutzgebiet Warscheneck Nord eine Seilbahn bzw. eine Schipiste zu errichten.
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Fazit:
Unter der Annahme, das Projekt – Verbindungsbau Schigebiet Höss zur Wurzeralm – würde umgesetzt werden – dann ist die Schutzwürdigkeit keinesfalls mehr gegeben.

Naturschutzrechtlich müsste für eine Verbindung der beiden Schigebiet Höss und Wurzeralm jedenfalls das Naturschutzgebiet aufgehoben werden.

Das Warscheneck würde durch Pisten und Lifte bzw. Seilbahnen regelrecht durchschnitten, sodass ein Zusammenschluss mit dem Nationalpark Kalkalpen nicht mehr möglich wäre (Wiederspruch zum und Verstoß gegen das Nationalparkgesetz!).

Naturschutzfachlich wäre eine Nominierung des Warschenecks als Natura 2000-Gebiet anschließend an das Europaschutzgebiet in der Steiermark geboten.

Aus den genannten Gründen ist auch jedes allfällige Teilprojekt Schigebietsverbindung zwischen Höss und Wurzeralm kategorisch abzulehnen („Salamitaktik“).

Eine Erschließung des Warschenecks würde massive Beeinträchtigungen für Naturraum, Schutzgüter, Ökologie, Wasserhaushalt, Schutzwälder und Landschaftsbild mit sich bringen und das neben dem Toten Gebirge letzte unerschlossene Karstplateau Oberösterreichs auf Dauer zerstören.

Die Pistentrasse würde bedingt durch die Steilabstürze ins Loigistal bzw. Glöcklkar zwangs­läufig genau durch eine der hochwertigsten Biotopflächen Oberösterreichs (Arbesboden) führen. Besonders hier findet sich eine überaus große Artenvielfalt, darunter auch etliche in Österreich endemische Arten sowie bemerkenswerte zentralalpine Arten, die in OÖ. großteils auf dieses Gebiet beschränkt sind.

Die einzigartige Karsthochfläche würde durch die neue Piste durchschnitten und unwiederbringlich zerstört werden. Pistenbau im Karst hinterlässt eben dauerhafte Zerstörung.

Skischaukel - Warscheneck (Betriebs)wirtschaftliche Aspekte: Die Projektbetreiber versprechen der Pyhrn-Priel Region einen touristischen Höhenflug im Falle der Realisierung der Warscheneck-Schischaukel.
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Schlussfolgerungen:
Die Prognosen der Projektbetreiber basieren auf wirklichkeitsfernen Annahmen.

Die Investitionen lassen sich nur mit hohen öffentlichen Zuschüssen finanzieren.

Ein langfristig rentabler Seilbahnbetrieb ist unwahrscheinlich, vielmehr ist zu erwarten, dass die öffentliche Hand neben den Investitionen auch den laufenden Betrieb mitfinanzieren wird müssen.

Das Projekt ist daher nicht nur eine unwiederbringliche Naturzerstörung sondern auch eine vorprogrammierte „Versenkung“ von Steuergeldern!

Daher ein klares NEIN zur Skischaukel Warscheneck und genauso zur Verbindung Hinterstoder – Vorderstoder AUCH aus wirtschaftlicher Sicht.
Und die klare Forderung nach der Suche nach Alternativen für eine notwendige und nachhaltige touristische Entwicklung der Region.

Josef Limberger - Obmann Naturschutzbund OÖ:
Diese Region gehört auf Grund seiner besonderen Schönheit zu den „Kronjuwelen“ der alpinen Landschaften in OÖ.

Es muss Gründe gegeben haben, dass das Warscheneck unter Naturschutz gestellt wurde, .....oder ?


Einer der schönsten Bereiche der Kalkhochalpen und eine der bedeutendsten Karstlandschaften Europas.

 

 

Fotos: Sepp Friedhuber

zu den Informationen - Plattform Mollner Kreis

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Otternet Nr. 53