Mitteilung des OÖ. Naturschutzbundes

30. April 2008

 

Flugzeuge und andere Flugobjekte am Welser Flugplatz

 

Der allgegenwärtige, im Flug vorgetragene Gesang der Feldlerchen und dazwischen immer wieder die trillernden Laute des Großen Brachvogels waren die ständigen Begleiter der mehr als 40 Teilnehmer an der Exkursion des Naturschutzbundes Oberösterreich auf dem Welser Flughafengelände am 26. April 2008.

 

Nach dem Betreten des Flugplatzes hat man das Gefühl, als wäre man in eine andere Welt übergewechselt und kann sich kaum mehr vorstellen, sich in einem Stadtgebiet zu befinden. Erinnerungen an frühere Zeiten, als bunte Blumenwiesen noch häufig waren und der Gesang der Feldlerchen die Wiesen im Frühling beherrschte, drängen sich einem auf. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein, wären da nicht immer wieder startende und landende Flugzeuge. Doch diese stören die Idylle nicht wirklich. Die etwa 70 ha Halbtrockenrasen auf dem Welser Flugplatz, die als Lebensraum für hochgradig gefährdete Arten wie Großer Brachvogel, Schwarzkehlchen und Steppen-Furchenbiene dienen, sind ein einzigartiges Naturjuwel. Kaum vorstellbar, dass, wenn es nach den Plänen von Welser Stadtpolitikern geht, ein großer Teil dieses einzigartigen Gebietes verbaut werden soll und es dadurch unwiederbringlich zerstört würde.

 

Die Teilnehmer an der Exkursion sind von der Natur am Flugplatz beeindruckt, und sie sind sich alle einig: Das gesamte Welser Flughafengelände muss als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten unbedingt erhalten bleiben.