|
Quartierbetreuer für Mausohr-Kolonien gesucht Das Mausohr ist mit einer Flügelspannweite von rund 40 cm unsere größte heimische Fledermausart. Die Weibchen bilden im Sommer zur gemeinsamen Jungenaufzucht Wochenstuben, die in Mitteleuropa in der Regel aus 50 bis 1000 Tieren bestehen. In unseren Breiten befinden sich diese Fortpflanzungskolonien meist in großen, störungsarmen Dachböden von Kirchen und anderen Gebäuden. Die Männchen verbringen den Sommer großteils einzeln. Neben anderen Gefährdungsursachen machen dem Mausohr vor allem die unsachgemäße Sanierung der Quartiere bzw. das Verschließen der Einflugöffnungen in das Quartier das Überleben schwer. Oberösterreich besitzt mit über 40 bekannten Wochenstubenquartieren bundesweit die größte Anzahl an Mausohr-Kolonien und trägt für diese Art dadurch besondere Verantwortung. Für einen effizienten, langfristigen Schutz der Kolonien sind Personen vor Ort wichtig, die beobachten, wie es um die Population und das Quartier bestellt ist. Auch Bestandestrends für diese gefährdete Fledermausart können durch die von den Betreuern durchgeführten Ausflugszählungen abgelesen werden. Der Naturschutzbund OÖ. und die Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung (KFFÖ) suchen - im Rahmen von „vielfaltleben“ - der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums - Quartierbetreuer für die Mausohr-Kolonien in OÖ. Natur- und Fledermausinteressierte vor Ort, die sich mit wenig Aufwand für die kleinen Säugetiere einsetzen wollen, können sich gerne melden bei:
Mag. Simone
Pysarczuk (KFFÖ)
Fotos: Julia Kropfberger, Simone Pysarczuk |