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Stromtod von Vögeln an Freileitungen
Laut dem schweizerischen Verband „VBIO – Verband Biologie, Biowissenschaften und
Biomedizin“ – ist der Uhu in der Schweiz akut vom Aussterben bedroht, weil viele
Tiere durch Stromschlag an Freileitungen umkommen. Dies zeigt eine Studie der
Universität Bern im Wallis. Die Forschenden verlangen die umgehende Sanierung
der gefährlichen Strommasten, um die einzigartige Eulenart langfristig zu
schützen.
Neben dem Uhu sind Störche, Schwäne, Gänse, Adler, auch kleinere Eulenarten,
also rundweg Vögel ab Rabengröße als gefährdet einzustufen. In Oberösterreich
liegt die Situation hinsichtlich Stromtod von Großvögeln an Freileitungen noch
etwas im Dunklen. Immer wieder werden Fälle von verunglückten Vögeln bekannt,
bislang gibt es aber keine zentrale Meldestelle.
Die Verdrahtung der Landschaft durch oberirdische Stromleitungen birgt für die
Vogelwelt zwei Hauptgefahren – die Elektrokution und die Kollision:
• Elektrokution: Vögel, die auf Masten und Drähten sitzen, werden durch
Stromschlag getötet, indem sie einen Kurzschluss oder einen Erdschluss auslösen.
So birgt das „bad engineering“ schlecht konstruierter Mittelspannungsmasten eine
enorme Gefahr für viele mittelgroße und große Vogelarten, die Masten als
Sitzwarte, Schlaf- oder Brutplatz nutzen. Zahlreiche Großvogelarten erleiden
dadurch erhebliche Verluste und werden in manchen Gebieten stark dezimiert.
Beim Weißstorch etwa zeigten Ringfund-Analysen, dass Stromschlag auf den
europäischen Zugrouten die hauptsächliche Todesursache darstellt.
• Kollision: Fliegende Vögel prallen gegen Leitungsdrähte, die sie im
Flug kaum als Hindernisse wahrnehmen können. Ein Anprall ist meist tödlich oder
verursacht schwere Verletzungen und lebensbedrohliche Verstümmelungen.
Vor allem betroffen sind in der Nacht ziehende Vögel wie Kraniche, Rallen,
Enten- und Schnepfenvögel sowie schlecht manövrierfähige Vögel der offenen
Landschaft wie etwa Hühnervögel.
Dabei sind Stromschlagverluste heute durchweg vermeidbar. Das Wissen, wie
elektrische Leitungen vogelsicher saniert werden können, ist schon lange
vorhanden.
Wesentliche Fakten dazu finden Sie unter „Birds and powerlines“ des NABU
Deutschland:
http://www.birdsandpowerlines.org
Die Situation in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich verunglücken immer wieder Vögel an Freileitungen.
Zur Ehrenrettung des Netzbetreibers, der „Energie AG Oberösterreich Netz GmbH“,
muss man dieser Gesellschaft zu Gute halten, dass diese sich seit 2009 aktiv
bemüht, bekannte Gefahrenquellen zu entschärfen, nachdem Stromtodfälle an sie
heran getragen wurden. Beispielsweise wird im Storchengebiet entlang der Salzach
(Ettenau, Ostermiething, Tittmoning) intensiv an der Entschärfung der
Stromschlaggefahr bei Masten und Trafostationen gearbeitet.
Unterstützen Sie die Bemühungen des NATURSCHUTZBUNDes Oberösterreich und melden
Sie uns bitte verunfallte Vögel an Stromleitungen (mit Foto zur Beweissicherung,
Skizze der Leitungssituation, Fundort):
Kontakt: Walter CHRISTL, Leiter der Bezirksgruppe Schärding des
NATURSCHUTZBUNDes OÖ.
Email:
naturschutzbund.schaerding@aon.at
Tel: 0664 7362 8384
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Diese beiden Weißstörche waren ab dem Frühjahr 2008 im Umfeld von Peuerbach zu
beobachten. Einer davon starb wenige Monate später den Stromtod an einem
Freileitungsmast (Foto).
Fotos: Josef Limberger

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