Eine Woche lang arbeiteten 12 Helfer und Helferinnen des Naturschutzbundes OÖ. und des Alpenvereins unter der Leitung von Julia Kropfberger und Doris Walter am Bau einer Aussichtsplattform am Südrand des Naturschutzgebietes. Hier können die zahlreichen seltenen Vogelarten beobachtet werden, ohne diese zu stören. Im Vorjahr wurde unterhalb der Plattform ein Flachwassertümpel angelegt, welcher so manchen Watt- und Stochervogel zur Nahrungsaufnahme anlockt. Zusätzlich standen verschiedene Pflegearbeiten an: Wiesen wurden gemäht und Verbuschungen entfernt. Teile der Trockenmauer, die besonders für Amphibien wie Eidechsen und Schlangen attraktiv ist, wurden von übermäßigem Bewuchs gesäubert. Im Schutzgebiet selbst wurden Maßnahmen gegen das Drüsige Springkraut gesetzt. „Es ist wichtig, die aggressive Ausbreitung eingeschleppter Pflanzen zu verhindern, um heimische Arten nicht zu verdrängen.“, so Josef Limberger. Für den Bau der Plattform wurden zuerst tiefe Löcher für die Stützen gegraben. Anschließend wurde die Plattform aus Holz darauf gesetzt. „Ich bin hier und helfe mit, weil mich die Natur interessiert und ich gerne Zeit im Freien verbringe!“, meinte der 16-jährige Sebastian aus Herzogenburg Nö., der derzeit das Gymnasium besucht und nach der Matura Biologie studieren möchte. „Hier packen alle fleißig mit an, wir machen gute Fortschritte mit der Arbeit“, fand die 22-jährige Philosophiestudentin Kathi aus Graz „und es gibt immer wieder etwas zu sehen. Gestern haben wir Eidechseneier gefunden und eine Schlange, die erst kürzlich geschlüpft ist.“ Die Leiterinnen des Projekts und Josef Limberger standen laufend für Fragen zur Verfügung und lieferten interessante Details zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Die freiwilligen Helfer schliefen in einem Zeltlager, das Essen wurde gemeinsam am Lagerfeuer zubereitet, erfrischt wurden die Ehrenamtlichen mit Getränken von Almdudler. „In der Nacht wird es spannend, man hört viele verschiedene Tiere, besonders Vögel und versucht zu erkennen, um welche Arten es sich handelt.“, erzählt die 24-jährige Ines aus Kärnten.
Die Umweltbaustelle fand heuer zum 3. Mal in dem Gebiet statt und wurde unterstützt vom Land Oberösterreich, Abteilung Naturschutz, der Gemeinde Peuerbach, Wasa, Mercedes Benz und Almdudler. Auch der Bürgermeister der Stadt Peuerbach Wolfgang Oberlehner besuchte die Umweltbaustelle.
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