3. April 2009
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Umweltminister Niki
Berlakovich zeichnete Fledermausquartier aus
Wildtiere leben nicht nur im Wald oder am offenen Feld, sondern auch inmitten
unserer Siedlungen. So nutzt das Mausohr, unsere größte heimische
Fledermausart, ungestörte Dachböden zur Aufzucht ihrer Jungen.
Im Rahmen von
"vielfaltleben" - der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums
gemeinsam mit Naturschutzbund,
WWF und BirdLife verlieh Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich am Freitag, den 3. April die Plakette "Fledermäuse
willkommen" an die Pfarre Wernstein am Inn |

Personen der Veranstaltung:
v.l.n.r.:
Bürgermeister Gemeinde Wernstein/Inn Johann Mayr, Simone Pysarczuk (KFFÖ), Pfarrer
Gemeinde Wernstein/Inn Mag. Jan Jakubiak,
Umweltminister Niki Berlakovich, Josef Limberger (ÖNB OÖ), Landtagsabgeordneter
Johann Hingsamer, Mesnerin Pfarre Wernstein/Inn Maria Weidinger
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Das Mausohr ist mit einer Flügelspannweite von rund 40 cm unsere größte
heimische Fledermausart. Jedes Jahr im Sommer kommen die Mausohr-Weibchen in
großen, ungestörten Dachböden von Kirchen oder
anderen Gebäuden zusammen, um hier ihre Jungen großzuziehen. In der Dämmerung
verlassen die gewandten Flugkünstler ihr Quartier, um in Wäldern und auf
frisch gemähten Wiesen nach Laufkäfern - ihrer Lieblingsspeise - zu suchen.
Neben
anderen Gefährdungsursachen machen dem Mausohr vor allem die unsachgemäße
Sanierung der Quartiere bzw. das Verschließen der Einflugöffnungen in das
Quartier das Überleben schwer.
Die
Kirche von Wernstein am Inn beherbergt eine von etwa 40 Mausohr-Wochenstuben
in Oberösterreich. Über 200 Flattertiere verbringen hier den Sommer. Die
Fledermäuse werden von der Pfarre Wernstein als „tierische Untermieter“
im Haus Gottes akzeptiert und die Einflugmöglichkeiten bleiben geöffnet.
Umweltminister Niki Berlakovich zeichnet dieses Engagement für die überaus nützlichen
Tiere nun im Rahmen der Biodiversiätskampagne vielfaltleben aus. Ab
sofort wird die Plakette „Fledermäuse willkommen“ das Mausohr-Quartier
kennzeichnen.
Quartierbetreuer gesucht
Für einen langfristigen Schutz
der Mausohr-Kolonien sind Personen vor Ort wichtig, die beobachten, wie es um
die Fledermäuse und das Quartier bestellt ist. Besonders interessant ist für
die Fledermausforscher die Frage, wie viele Fledermäuse genau jedes Jahr den
Sommer im jeweiligen Quartier verbringen. Aufgabe des Betreuers ist es, jährlich
zwei- bis drei Mal die heimlichen Bewohner mittels Beobachtung des Ausflugs zu
zählen.
Die Koordinationsstelle für
Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) und der Naturschutzbund
OÖ. suchen daher im Rahmen von „vielfaltleben
– der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums -
ehrenamtliche Quartierbetreuer für alle Mausohr-Kolonien in Oberösterreich.
Rückfragehinweis:
Julia Kropfberger, Naturschutzbund
OÖ., 0676 3674213
Mag.
Simone Pysarczuk, KFFÖ, 0676 5203521
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Start der
Artenschutzinitiative
"Vielfaltleben":
v.l.n.r: Dr. Gisela
Hopfmüller (ORF TV-Wissenschaftschefin und Patin),
Prim. Dr. Albert Mayer (Vorstand Gynäkologie und Geburtshilfe,
Pate),
Niki Berlakovich (Umweltminister und vielfaltleben Pate),
Dr. Birgit Mair-Markart (Geschäftsführerin
Naturschutzbund Österreich)
Foto Niko
Formanek
Infofolder Vielfaltleben
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zur Homepage vielfaltleben
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