Informationen zur Erhaltung des Welser Flugplatzgeländes

 

Bemühungen um den Erhalt der Welser Heide: Zur Onlineunterschrift

Keine Verbauung: Unterschriftenliste zum Ausdrucken

Ausweisung als Naturschutzgebiet: Unterschriftenliste zum Ausdrucken

 

 

Aktivitäten

2007 2008 2009 2010 2011
Pressekonferenzen/Pressemitteilungen

Auszug aus Presseberichten

Publikationen

 


 

Pressekonferenzen und Pressemitteilungen

14. Februar 2011:
Offener Brief an LH Dr. Josef Pühringer
 
Februar 2011: Unterstützen Sie mit dem Kauf eines T-Shirts die Bemühungen des Naturschutzbundes OÖ. und seine Partner, den Welser Flugplatz als letzten Rest der Welser Heide unter Schutz zu stellen.
 
LR Haimbuchner zum Betriebsbaugebiet Wels am 20.01.2011:
 
 
Statement von Prof. Lötsch
 
Pressekonferenz am 12.01.2011:
einhelliger Tenor gegen eine Verbauung als Gewerbegebiet!
 

Pressemitteilung 25.5.2010:

 
AC/DC-Konzert war ein Desaster für die Natur
Pressekonferenz 21. Mai 2010: "22.5.2010 - Internationaler Tag der Artenvielfalt: Vogelschutz in OÖ. und viele offene Fragen AC/DC Konzert auf dem Welser Flugplatz - Fun statt Recht, Populismus statt Gerchtigkeit"
 
 
Resolution zum Schutz der Welser Heide beschlossen
 

Pressemitteilung 01.03.2010:
 
Öko-Messestadt Wels ignoriert Vogelschutzanliegen weiterhin
Mail eines Mitgliedes der Naturschutzbundes an BM Dr. Koits am 15.02.2010: "Kein Konzertbesuch am geplanten Veranstaltungsort"
Offener Brief und Presseaussendung 22.02.2010: Zum Flugplatz Wels gibt es aus ökologischer Sicht keine Alternative

Pressemitteilung 12.01.2010:
 
AC DC Konzert: "Naturschützer entsetzt"


 
Offener Brief an BM Koits 12.01.2010
Pressemitteilung 22.12.2009:
AC DC Konzert gefährdet Brutkolonien
 

Pressemitteilung 30.04.2008:
 
Flugzeuge und andere Flugobjekte am Welser Flugplatz
Pressekonferenz 17.03.2008:


Erhaltung des Flugplatzgeländes - eine internationale Verpflichtung!

 


Pressemitteilung 12.2007:
 
"Sensationsfund am Welser Flugplatz"

 


Auszug aus den Presseberichten:

z.B.: The Sydney Morning Herald

 


Zu den Publikationen:
 

Otternet Nr. 45 Informativ Nr. 59 Informativ Nr. 51 ÖKO-L
Otternet Nr. 41 Informativ Nr. 58 Informativ Nr. 48  
Otternet Nr. 36 Informativ Nr. 57    
Otternet Nr. 21 Informativ Nr. 55    
Otternet Nr. 15 Informativ Nr. 53    



 


Videobotschaften zum geplanten Konzert auf der Welser Heide

Naturschutzbundpräsident Prof. Eberhard Stüber

 

Univ.Prof. Dr. Michael Rosenberger, Moraltheologe, Kath. theologische Privatuniversität Linz (Umweltsprecher der Diözese Linz)

 

Univ. Prof. Dr. Bernd Lötsch, ehem. Leiter des Naturhistorisches Museum Wien

 

Dr.med.vet. Helmut Pechlaner, Präsident WWF Österreich

 

Prof.Dr.Kurt M. Kotrschal, Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau/OÖ.

 


Februar 2011:

Unterstützen Sie mit dem Kauf des T-Shirts die Bemühungen des Naturschutzbundes OÖ und seine Partner, den Welser Flugplatz als letzten Rest der Welser Heide unter Schutz zu stellen.

T-Shirt "Schutz für die letzte Welser Heide in verschiedenen Größen M - L - XL € 15,-

Die Shirts werden nach Eingang der Bestellungen und den bestellten Größen angefertigt.

ooenb@gmx.net

 

 

 


14. Februar 2011:

Offener Brief an LH Dr. Josef Pühringer

 


22.Mai 2010

Naturverwüstung

 

Panikartig flüchteten die Vögel, als das AC/DC-Konzert im Mai am Welser Flugplatz begann, und mussten ihre Jungen und Eier im Stich lassen. Es war der reine Horror für vom Aussterben bedrohte Arten. Entgegen den Vereinbarungen wurden Flächen des Flugplatzes außerhalb des für das Konzert eingezäunten Areals mit schweren Maschinen befahren. Während des Konzerts pilgerten Zuschauer und ahnungslose Securities abseits des eingezäunten Bereichs und verschlimmerten so zusätzlich die Auswirkungen auf bedrohte und störungsanfällige Arten.

 

Ein Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere wurde 1000-fach zertrampelt und aufgrund der Niederschläge in eine Schlammwüste verwandelt. Kurzfristig wurden Hackschnitzel am Konzertgelände aufgebracht, damit die Besucher nicht im Schlamm versinken. Schwerwiegender hätte man am Tag der Artenvielfalt einen Lebensraum für äußerst seltene Tier- und Pflanzenarten kaum schädigen können. All das wäre nicht passiert, wenn das Konzert auf einer anderen Fläche stattgefunden hätte. Doch vom Naturschutzbund vorgeschlagene Flächen wurden mit dem Argument, dass diese bei Regen zu einem Schlammfeld werden, als ungeeignet abgetan.

Da die Jungen des Brachvogels zum Glück schon relativ groß waren, hatten diese, zumindest die meisten, die Schreckensnacht überlebt.

 

Ausschlaggebend für die hohe naturschutzfachliche Wertigkeit der Wiesen am Welser Flugplatz ist die geringe Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Vegetation, weshalb hier großflächig Magerwiesen vorkommen. Die eingebrachten Hackschnitzel wirken sich aber wie eine Düngung aus und stellen dadurch eine massive Beeinträchtigung dar. Nur ein Teil der Hackschnitzel wurde nachträglich wieder entfernt. Teilweise sind die auf dem Flugplatzgelände verbliebenen Hackschnitzel in den Boden eingearbeitet worden.

Aufgrund des Vorkommens äußerst seltener Arten hat der Welser Flugplatz als letzter größerer Rest der Welser Heide eine sehr hohe naturschutzfachliche Wertigkeit und ist deshalb unbedingt in seiner gesamten Größe zu erhalten. Gerade im Jahr der Biodiversität ist es ein Gebot der Stunde, diesen einzigartigen Lebensraum unter dauerhaften Schutz zu stellen, um überhaupt noch irgendwie glaubhaft vermitteln zu können, dass Österreich am Stopp des Artenschwundes etwas liegt. Um ein solches Desaster für die Natur in Zukunft zu unterbinden, fordern Naturschutzbund und andere Organisationen jetzt vehementer denn je die vollständige Ausweisung des Welser Flugplatzes – er ist der letzte größere Rest der einstmals weitläufigen Welser Heide – als Naturschutzgebiet.

 

 


24. April 2010

Reges Interesse

Mehr als 50 BesucherInnen nutzten die Chance am Samstag, den 24. April bei einer Exkursion am Flugplatz Wels die Einzigartigkeit dieses letzten Restes der Welser Heide kennen zu lernen.

 

Die Stadt hatte in den letzten Tagen die Spuren der Bagger welche auf der Suche nach Bomben waren, zu retuschieren versucht. Zwei Tage zuvor „zierten“ noch Erdhaufen und allerlei ausgegrabener Schrott die Wiesenflächen. Obwohl das Schreiben eines Sachverständigen, welches bereits Mitte Februar an die Stadt erging und auf das eventuelle Vorhandensein von Sprengkörpern aus dem zweiten Weltkrieg hingewiesen hatte, wurde die Stadt erst aktiv, nachdem der Brief in die Medien gelangte. Zu dieser Zeit war Brachvogel und Co. schon dabei, ihre Reviere zu besetzen. Massive Beeinträchtigungen der hier vorkommenden Vogelwelt waren die Folge. So sind zumindest zwei Paar Kiebitze und zwei Paare des Großen Brachvogels, Lärchen und Rebhühner am vorgesehenen Konzertgelände betroffen. Vergrämungen, oder gar das Entfernen der Gelege stellen allerdings an sich schon einen Verstoß gegen das geltende Naturschutzgesetz dar.

Die interessierten TeilehmerInnen der Exkursion, welche von namhaften Ornithologen der beiden Vereine  und  von einer Botanikerin geführt wurden, konnten Große Brachvögel, Kiebitze, Rebhühner, Schwarz- und Braunkehlchen, Dorngrasmücken und Neuntöter beobachten, erfuhren Wissenswertes über Geologie und Pflanzenwelt des Geländes und erhielten so ein Bild von der hohen Wertigkeit und Schutzwürdigkeit des Flugplatzareals, bevor ein Megaevent, welches laut Limberger auch die Kapazitäten der Stadt, was Verkehrsbewältigung betrifft, kollarbieren lassen dürfte, über den Flugplatz hereinbricht und Verbauungspläne Schlimmeres befürchten lassen.

Der Naturschutzbund, WWF und Birdlife wehren sich ja seit längerer Zeit massiv gegen den Verbau eines Teiles des wertvollen Areals.

Das ironischer Weise am 22. Mai, am internationalender  Tag der Biodiversität, gegen starken Wiederstand der NGOs durchgeführte Konzert der Hard Rock Gruppe AC/DC stellt eine massive Verschlechterung der schützenswerten Lebensräume und der Situation der hier vorkommenden Pflanzen- und Tierarten dar, so Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbund OÖ.  

Die NGOs werden daher eine Beschwerde bei der EU einreichen und erwägen eine Klage nach dem Umwelthaftungsgesetz gegen die Stadt Wels.

Zur Zeit läuft eine Erhebung, die diese Schäden dokumentiert. Auch die Naturschutzabteilung ist sich dieser Tatsache bewusst und arbeitet an einem Unterschutzstellungsverfahren. Dies ist höchste Zeit, damit nicht der letzte zusammenhängende Rest der einst weitläufigen Welser Heide unwiederbringlich zerstört wird.

Fotos: Josef Limberger


14. März 2010

Besucher der Kirche St. Franziskus in Wels konnten sich anhand unserer Ausstellung über den Flugplatz Wels informieren

Fotos: Brigitte Auer

 


Weihnachten 2009

 


9. Mai 2009

Am 9. Mai 2009 konnten sich viele Interessierte am Fluplatz Wels über die dort vorkommende Fauna und Flora informieren. Unter der Leitung von Josef Limberger, Julia Kropfberger und Martin Plasser war wieder viel Wissenswertes über den letzten größeren Rest der Welser Heide zu erfahren.

 

 


27. April 2008

Großes Interesse an der Frühjahrsfahrt der Bezirksgruppe Schärding.
Es haben ca. 35 Personen teilgenommen.
 

 


26. April 2008

Flugzeuge und andere Flugobjekte am Welser Flugplatz

Der allgegenwärtige, im Flug vorgetragene Gesang der Feldlerchen und dazwischen immer wieder die trillernden Laute des Großen Brachvogels waren die ständigen Begleiter der mehr als 40 Teilnehmer an der Exkursion des Naturschutzbundes Oberösterreich auf dem Welser Flugplatzgelände.

 

Nach dem Betreten des Flugplatzes hat man das Gefühl, als wäre man in eine andere Welt übergewechselt und kann sich kaum mehr vorstellen, sich in einem Stadtgebiet zu befinden. Erinnerungen an frühere Zeiten, als bunte Blumenwiesen noch häufig waren und der Gesang der Feldlerchen die Wiesen im Frühling beherrschte, drängen sich einem auf. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein, wären da nicht immer wieder startende und landende Flugzeuge. Doch diese stören die Idylle nicht wirklich. Die etwa 70 ha Halbtrockenrasen auf dem Welser Flugplatz, die als Lebensraum für hochgradig gefährdete Arten wie Großer Brachvogel, Schwarzkehlchen und Steppen-Furchenbiene dienen, sind ein einzigartiges Naturjuwel. Kaum vorstellbar, dass, wenn es nach den Plänen von Welser Stadtpolitikern geht, ein großer Teil dieses einzigartigen Gebietes verbaut werden soll und es dadurch unwiederbringlich zerstört würde.

 

 

Die Teilnehmer an der Exkursion sind von der Natur am Flugplatz beeindruckt, und sie sind sich alle einig: Das gesamte Welser Flughafengelände muss als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten unbedingt erhalten bleiben.

 


Dezember 2007:

Sensationsfund am Welser Flugplatz

Dass am Welser Flugplatz nicht nur Flugzeuge herumfliegen, sondern auch so manche seltene Tierart, war den Biologen schon seit einiger Zeit bekannt. Förmlich vom Hocker riss es den international renomierten Wildbienenspezialisten P. Andreas Ebmer aus Puchenau als er die vom Autor am Welser Flugplatz gefundene Furchenbiene mit dem wissenschaftlichen Namen Lasioglossum setulosum sah. „Seit 57 Jahren wurde dieser Steppenbewohner in Oberösterreich nicht mehr nachgewiesen“, erläutert Ebmer die Bedeutung des Fundes. Durch intensive Landnutzung ist diese etwa 5-6 mm große Furchenbiene in Mitteleuropa hochgradig gefährdet. Viele der über 400 aus Oberösterreich bekannten Wildbienenarten, die meist einzeln leben und keine Staaten bilden, benötigen warme und trockene Lebensräume mit einem entsprechenden Blütenangebot. Die mit 70 Hektar größte zusammenhängende Magerwiesenfläche Oberösterreichs auf dem Welser Flugplatz bildet die Lebensgrundlage für großflächig ausgerottete Arten. Deshalb setzt sich der Naturschutzbund Oberösterreich, ein sehr aktiver Naturschutzverein, für die Erhaltung des Welser Flugplatzes ein. Konkrete Bebauungspläne durch die Stadt Wels bereiten den Naturschützern größte Sorge. Nur durch die Erhaltung des gesamten Flugplatzgeländes können alle anspruchsvollen Tierarten hier überleben. Die Republik Österreich hat sich mit der Unterzeichnung der „Konvention über Biologische Vielfalt“ (Rio de Janeiro 1992) dazu verpflichtet, dem Artensterben bis 2010 ein Ende zu bereiten. Die Erhaltung des Welser Flugplatzes ist eine wichtige Maßnahme dazu. Die Vorkommen von Brachvogel und Schwarzkehlchen sind nur einige Beispiele aus der Vogelwelt, die die herausragende Bedeutung des Welser Flugplatzes für den Naturschutz zeigen. Deshalb fordert der Naturschutzbund die Ausweisung des Welser Flugplatzes als Naturschutzgebiet, wobei die derzeitige Wiesenbewirtschaftung (jährliche Mahd sowie keine Düngung) aufrechterhalten bleiben soll. Der Flugbetrieb ist mit den Zielen des Naturschutzes durchaus vereinbar. Nach Ansicht des Naturschutzbundes könnten bei einer Verbauung des Flugplatzes Sanktionen von der EU drohen, da international geschützte Arten gefährdet werden.

Insektenkundler der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft am Biologiezentrum in Linz und Botaniker werden den Welser Flugplatz im kommenden Jahr näher unter die Lupe nehmen. Sehr wahrscheinlich werden dabei noch so manche Seltenheiten gefunden. Diese wissenschaftlichen Untersuchungen sind ein Beitrag zum Schutz der Tier- und Pflanzenarten auf dem Welser Flugplatz.

Der Fliegerclub „Weiße Möwe“ hat auf seinem Gelände einen überregional sehr bedeutenden Lebensraum für äußerst seltene Tierarten bewahrt, den es unbedingt zu erhalten gilt.


Fotos: Josef Limberger, Julia Kropfberger, Michaela Groß, WalterChristl


Weiße Möwe:  http://www.wmw.at/