Dezember 2011

Beunruhigung vermeiden

Viele Kinder und auch Erwachsene freuen sich im Herbst schon auf den Winter. An verschneiten Tagen kann man sich endlich wieder den beliebten Wintersportarten, wie Schi fahren und Langlaufen, widmen. Während die Menschen in der kalten Jahreszeit höchst aktiv sind, vermeiden viele wild lebende Tiere jede unnötige Bewegung, sofern sie nicht sowieso in ihrer Höhle oder an einer anderen geschützten Stelle einen Winterschlaf oder Winterruhe machen bzw. in einer Kältestarre den Winter überdauern. Bei den sportlichen Freizeitaktivitäten, vor allem wenn sie abseits von Pisten und Loipen stattfinden, kommt es immer wieder zur Beunruhigung störungsanfälliger Tiere, wie Rehe, Gämsen, Hirsche, Hasen und Rebhühner. Der Energieverbrauch steigt dann in einer Zeit an, in der energiereiche Nahrung nicht oder kaum verfügbar ist bzw. der Körper auf Sparmodus eingestellt ist. Um diesen Tieren das Leben in einer für sie schwierigen Zeit zu erleichtern, sollte jeder bei seinen Freizeitaktivitäten die (potenziellen) Ruhezonen der Wildtiere meiden, appelliert der Naturschutzbund. Auch bei der Planung vom Loipenverlauf ist bereits auf die Bedürfnisse der Tierwelt Rücksicht zu nehmen.

 


September 2011

Gartenabfälle nicht in der Natur entsorgen

Will man die schöne Landschaft bei einer Wanderung genießen, dann fallen einem an Waldrändern und an Bachufern immer wieder Gartenabfälle, die hier abgelagert worden sind, auf. Diese Form der „Entsorgung“ nimmt leider in letzter Zeit zu. „Es sind ja alles pflanzliche Abfälle, die sowieso verrotten“, werden sich die meisten dieser „Entsorger“ denken, was ja auch stimmt. Außer der Tatsache, dass diese Abfallhaufen nicht besonders attraktiv sind, kann von ihnen eine Bedrohung für die heimische Natur ausgehen. Sind beispielsweise unterirdische Teile (Rhizome) vom Flügelknöterich dabei, dann können diese an der Entsorgungsstelle zu wachsen beginnen. Diese eingeschleppte und sich invasiv ausbreitende Art verdrängt dann alle anderen niederen Pflanzen in diesem Bereich. Mittlerweile wird bereits viel Geld und Zeit investiert, um bedrohte heimische Pflanzen vor solchen Neubürgern zu schützen. Weggeworfene Gartenabfälle führen auch zu einer Nährstoffanreicherung im Boden. Befindet sich aber gerade an einer solchen Stelle ein Magerstandort, ein solcher ist oftmals ein Lebensraum für seltene Arten, dann führt das ebenfalls zu einer Beeinträchtigung. Aus diesen Gründen bitte unbedingt die Gartenabfälle entweder im eigenen Garten kompostieren oder zu einer Kompostieranlage bringen.


 

Juni 2011

Magerstandorte fördern

Mangel an Nährstoffen führt zu Artenreichtum. In früheren Jahrhunderten haben die Bauern die Wiesen nicht oder kaum gedüngt, aber regelmäßig gemäht und beweidet. Durch die Nutzung des Aufwuchses wurden den Wiesen Nährstoffe entzogen, sie hagerten aus. Sie entwickelten sich zu artenreichen Blumenwiesen mit einer vielfältigen Insektenfauna („Schmetterlingswiesen“). Als etwa Mitte des vorigen Jahrhunderts dann Düngemittel in großer Menge verfügbar waren, verarmten die meisten Wiesen. Durch das reichhaltige Nährstoffangebot verdrängten wenige wuchskräftige und schnittresistente Pflanzenarten die übrigen. Durch den hohen und dichten Bewuchs sind solche Wiesen vergleichsweise feucht und kühl, was sich zusätzlich negativ auf viele Tagfalterarten auswirkt. Bei Nährstoffarmut dagegen können zahlreiche Arten aufgrund unterschiedlicher Spezialisierungen nebeneinander existieren.

Zur Erhaltung der Artenvielfalt ist es wichtig und notwendig, möglichst viele magere Wiesen zu erhalten oder wiederherzustellen. Dafür müssen solche Wiesen regelmäßig bewirtschaftet werden (ein- bis zweimalige Mahd oder extensive Beweidung) und dürfen keinesfalls gedüngt werden. Der Naturschutzbund bittet deshalb alle Bauern und andere Grundbesitzer, Magerwiesen durch extensive Bewirtschaftung zu erhalten.
 


 

 

März 2011

 

Brennholz als Lebensraum

Gegen Ende des Winters und im Frühling werden häufig größere Käfer mit oftmals langen Fühlern in Wohnungen und Kellern gefunden. Meist krabbeln die Tiere am Boden herum oder sitzen am Fenster. In der Regel handelt es sich hierbei um Bockkäfer, die sich im Brennholz entwickelten. Aufgrund der wärmeren Temperaturen in den Holz-Lagerräumen schlüpfen die Tiere hier oft früher als im Freien. In der Regel geht von diesen Tieren keine Gefahr für Möbel, Dachstühle und andere verbaute Holzteile aus. Die Verwendung von Insektiziden zur Bekämpfung der Tiere ist deshalb nicht notwendig und unsinnig. Besonders wenn Laubholz jahrelang gelagert wird, können sich auch seltene Arten hier entwickeln und im Haus schlüpfen. Deshalb sollten die Tiere, vor allem an frostfreien Tagen, ins Freie befördert werden und hier an geschützten Stellen, etwa einem Holzstoß, ausgesetzt werden.

Totholz bewohnende Kleintiere, darunter auch bedrohte Arten, können gefördert werden, wenn jeweils ein Teil des Brennholzes mehrere Jahre im Freien verbleibt und nie der ganze Holzvorrat auf einmal genutzt wird. Auch Wildbienen nutzen altes Holz, indem sie in den alten Käferbohrlöchern ihre Nester anlegen. Durch die mehrjährige Lagerung von Brennholz kann ein Beitrag zum Schutz der bedrohten Totholzfauna im Garten geleistet werden.

 


 

Dezember 2010

Bäume mit Köpfchen

Kopfweiden stellen das Ergebnis einer traditionellen Nutzungsform dar: Werden junge Weiden in ein bis drei Metern Höhe abgeschnitten und die zahlreich an den Schnittflächen nachwachsenden Triebe regelmäßig alle zwei bis fünf Jahre entfernt, entstehen im Laufe der Jahrzehnte bizarr geformte Kopfbäume. Die äußerst biegsamen Weidenruten wurden in früheren Zeiten als Werkstoff für die Korbflechterei hoch geschätzt. Als Kunststoffe den Weltmarkt eroberten, geriet die Kopfbaumbewirtschaftung aus der Mode. Heute werden nur noch wenige Kopfweiden „geschnaitelt“ und es ist oft nur eine Frage der Zeit, bis die „kopflastigen“ Baumriesen auseinander brechen.

Dabei stellen sie nicht nur ein uraltes Kulturgut dar, die knorrigen Gebilde haben durch ihren Höhlen- und Nischenreichtum auch einen hohen ökologischen Wert: Die verschiedensten Tierarten finden hier Unterschlupf. Vor allem für mulmbewohnende Käferarten wie den seltenen Juchtenkäfer sind die hohlen Stämme alter Exemplare ein wichtiger Lebensraum.

Nicht nur in der Landschaft, auch im Garten sind Kopfweiden ein malerischer Anblick. Und kreative Hobbygärtner nutzen die bei der Pflege gewonnen Ruten, um Zäune, Weidentipis oder –tunnel zu flechten.

 


 

September 2010

Rohboden für Wildbienen

Wildbienen stellen mit etwa 430 in Oberösterreich vorkommenden Arten eine umfangreiche Insektengruppe dar. Für deren Förderung werden häufig Insektenhotels gebaut, die zahlreiche Löcher und Hohlräume zur Anlegung der Nester aufweisen. Kaum beachtet wird aber, dass etwa doppelt so viele Arten im Boden ihre Nester anlegen. Dafür benötigen sie trockene und Sonnen exponierte Stellen. Die Vegetation soll hier kurz bzw. lückig sein und kann auch ganz fehlen. Hier graben die meist einzeln lebenden Arten Löcher, in denen sich der Nachwuchs entwickeln kann. Erdige Stellen werden von vielen Menschen aber als hässlich empfunden und werden dementsprechend begrünt. Verdorrt der Rasen an einer Böschung, wird bewässert, damit es grün bleibt. Dadurch gehen wertvolle Nistplätze verloren. Für Wildbienen sollten deshalb im Garten magere (nährstoffarme) und dadurch schlecht wüchsige Stellen angelegt werden. Ein vollständiges Zuwachsen soll unterbunden werden. Auch Sandflächen sind für viele Arten unersetzliche Nistplätze. Kleine südseitige Steilabbrüche, die auch im Garten angelegt werden können, sowie ungeteerte Feldwege bieten Wildbienen wertvolle Nistmöglichkeiten.

 

 
Juni 2010

Naturerfahrung

Die Erhaltung der Natur in ihrer Vielfalt kann nur gelingen, wenn vielen Menschen das ein Anliegen ist. Um sich für die Natur einzusetzen, muss deren Wert nicht nur erkannt, sondern emotional erfahren werden. Besonders prägend sind hierbei Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit. Deshalb sind alle Initiativen, die den Kindern ein positives Naturerlebnis vermitteln, nicht hoch genug einzuschätzen. Die tägliche Naturerfahrung kann aber nur im unmittelbaren Lebensumfeld, z.B. im Garten, gemacht werden. Auch aus diesem Grund sind naturnahe Gärten, Spielplätze und Parks sehr wichtig. Zudem muss es Bereiche geben, wo die Kinder nach eigenen Bedürfnissen sich mit der Natur auseinandersetzen können. Auf Bäume klettern, auch wenn manchmal ein Ast abgeknickt wird, ein Loch graben,  einen Schmetterling fangen oder sich ein Versteck bauen, kann die Wertschätzung der Natur nachhaltig positiv beeinflussen. Besonders kleinere Kinder sind sehr begeistert, wenn die Eltern oder andere Personen mit ihnen die Natur „erforschen“: Was verbirgt sich den da unter diesem Stein? Siehst du diese schöne Blume? Hörst du den Vogel singen? Eine solche gemeinsame Auseinandersetzung der Eltern und der Kinder mit der Natur können für alle Beteiligten ein bleibendes positives Erlebnis und der Grundstein für spätere Naturschutzaktivitäten sein.

 

 


März 2010

Engagement für die Natur

Mutwillig oder durch Unwissenheit sowie aus Profitgründen werden immer noch wertvollste Naturräume zerstört. Durch die Drainagierung von Feuchtwiesen, Aufforstung von Magerwiesen, Anlage von Fichtenmonokulturen, Beseitigung von Kleinstrukturen und die Überdüngung von Wiesen schreitet der Artenschwund weiter voran. Die Zersiedelung sowie die Anlage von Gewerbeflächen (z.B. geplante Verbauung des Welser Flugplatzes) und die Errichtung neuer Freizeitanlagen auf naturschutzfachlich wertvollen Flächen tragen auch dazu bei, dass viele Arten immer noch im Rückgang sind. Internationale Verträge, die den Staat dazu verpflichten, den Artenverlust zu stoppen, nutzen allein wenig. Nur wenn vielen Menschen die Bewahrung der heimischen Artenvielfalt ein ernsthaftes Anliegen ist, kann die Vielfalt erhalten werden. Begeistern Sie deshalb andere Personen für die Natur, informieren Sie sich und auch andere Personen, wie bedrohten Arten geholfen werden kann. Treten Sie engagiert gegen naturzerstörerische Projekte auf. Sie können bei der Pflege artenreicher Wiesen auch selbst tatkräftig mithelfen. Mit einem Naturgarten können Sie ebenfalls zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

 

 


Dezember 2009

Die Nacht nicht zum Tag machen

Unsere Welt wird immer heller. Unzählige künstliche Lichtquellen verwandeln allabendlich die Nacht zum Tag. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Straßenlaternen stellen jeden Sommer eine tödliche Falle für Abermillionen von nachtaktiven Insekten dar. Zugvögel werden durch Skybeamer und beleuchtete Hochhäuser irritiert, landen erschöpft oder sterben. Auch auf uns Menschen kann die ständige Verfügbarkeit von Licht negative Auswirkungen, wie Schlafstörungen, haben. Die größten Verursacher von Lichtverschmutzung sind Großstädte und Industrieanlagen. Aber auch im privaten Bereich dienen immer mehr Lichtquellen nicht der Sicherheit, sondern werden aus rein dekorativen Zwecken angebracht.

Tipps zur Vermeidung von Lichtverschmutzung:
Fragen Sie sich grundsätzlich bei jeder Beleuchtung im Außenbereich, ob diese tatsächlich notwendig ist. Unnötige Lichtquellen bedeuten auch einen unnötigen Verbrauch an Energie.
Beleuchten Sie von oben nach unten. So vermeiden Sie, dass Licht in die Atmosphäre abstrahlt.
Begrenzen Sie die Beleuchtungsdauer zeitlich sinnvoll – die wenigsten Lampen müssen die ganze Nacht hindurch brennen. Verwenden Sie energiesparende Leuchtmittel ohne oder nur mit geringem Anteil an ultraviolettem Licht (Natriumdampflampen).

 


September 2009

Trockensteinmauer anlegen

Trockenmauern bieten vielen Tierarten einen Lebensraum. Sie dienen unter anderem als Nistplätze und Winterquartier und bieten viele Versteckmöglichkeiten. Darüber hinaus sind sie der ideale Standort für Trockenheit und Wärme liebende Pflanzen, darunter viele Küchen- und Heilkräuter. Von Hand und ohne Beton versetzte Natursteinmauern aus Granit, Gneis, Schiefer oder Kalkstein eignen sich Ideal zum Terrassieren von Hanggrundstücken oder als Stützmauern entlang von Einfahrten, Wegen und Sitzplätzen. Wichtig ist, sofern es sich um keine freistehende Mauer handelt, dass diese mit grobem Bruchschotter hinterfüllt wird und ein Fundament aus dem gleichen Material hergestellt wird. Erde würde bei Wasser oder Frosteinwirkung die Stabilität der Mauer gefährden. Darum ist eine Hinterfüllung in Mauerstärke notwendig. Diese lässt das Hangwasser abfließen und verhindert den Erdkontakt der Steine. Vereinzelte, der Länge nach eingebaute Steine sollen bis in die Hinterfüllung reichen. Diese Binder geben dem Mauermerk zusätzliche Stabilität.

Im Allgemeinen ist der Bau einer Trockenmauer etwas für Fachleute und soll schon aus Gründen der Stabilität und der Sicherheit einer Firma überlassen werden.


Juli 2009

Keine fremden Arten aussetzen

Naturschützer haben für Molche, Frösche und Kröten einen Teich angelegt. Bald darauf tummeln sich auch Goldfische darin. Ein Aquarienbesitzer hatte die Fische, da er sie nicht mehr brauchen konnte und nicht töten wollte, in den Teich ausgesetzt. Die so „entsorgten“ Fische verdrängen hier jetzt die heimische und bedrohte Amphibienfauna.

Da sich einige Pflanzen im Garten stark vermehrt haben, wurden diese ausgegraben und am Waldrand „entsorgt“. Einige unterirdische Teile des Japan-Flügelknöterichs trieben neu aus. Mittlerweile hat sich die Pflanze auf der Wiese rasch ausgebreitet und verdrängt die reichhaltige Wiesenvegetation.

Aus falsch verstandener Tierliebe und aus Unkenntnis passieren solche Fälle immer wieder. Oftmals sterben die ausgesetzten Tiere oder Pflanzen rasch ab. Wenn sie aber überleben, können sie zur Bedrohung heimischer Arten werden. Ausgesetzte Arten wieder zu entfernen, ist oftmals nicht mehr möglich bzw. sehr aufwendig und kostspielig. Deshalb sollten auf keinen Fall fremdländische Arten in die Natur ausgebracht werden! Die Auswirkungen auf die Artenvielfalt können gravierend sein.

 


Frühling 2009
Schont die Blumen!

Wenn im Frühling die Temperaturen ansteigen, beginnen die ersten Pflanzen zu blühen. Frühlingsknotenblume, Schneeglöckchen, Schlüsselblume, Buschwindröschen, Leberblümchen und andere Frühjahrsblüher überziehen vor allem extensiv genutzte Wiesen und lichte Laubwälder mit ihrer Blütenpracht. Sie locken mit ihren auffallenden Blüten Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuber an, damit sie Samen produzieren und sich  fortpflanzen können. Viele Menschen nutzen die warmen Frühlingstage für Ausflüge und erfreuen sind der Blütenpracht. Um auch zu Hause die Blumen betrachten zu können bzw. als Souvenir, werden diese gepflückt, manchmal in großen Mengen. Achtlos weggeworfene Blumen, die man immer wieder finden kann, zeigen die Einstellung mancher Menschen der Natur gegenüber. Obwohl die Hauptursache für den Rückgang der Blumen die Lebensraumzerstörung durch intensive Landwirtschaft, Fichtenmonokulturen und Verbauung ist, sollte man sorgsam mit ihnen umgehen und sie am besten nicht pflücken. Ich finde eine Blume an ihrem Standort wesentlich attraktiver als in der Vase. Zudem kann die Blume im Freiland für Fortpflanzung sogen, als Nahrung für Insekten dienen und es können sich auch andere Menschen daran erfreuen.

 

 


Winter 2008

Machen Sie der Natur ein Geschenk

 

Jährlich zu Weihnachten werden Freunde und Verwandte mit Geschenken bedacht. Haben Sie als Naturliebhaber auch schon einmal in Erwägung gezogen, der Natur ein Geschenk zu machen? Wie das geht? Es gibt viele Möglichkeiten, die Natur zu beschenken, das heißt zu unterstützen. Wichtige Prinzipien sind Teilen und Akzeptanz. Stellen Sie, wenn Sie Grundbesitzer sind, einen Teil der Flächen der Natur zur Verfügung, indem Sie eine Wiese oder Böschung ein- oder zweimal pro Jahr mähen und nicht düngen, indem Sie ausgewählte Bäume nicht nutzen und das Holz bis zur Verrottung als Lebensraum für Totholzbewohner stehen oder liegen lassen. Als Gartenbesitzer können Sie beispielsweise durch die Pflanzung heimischer Sträucher, durch die Anlage einer Blumenwiese, einer mageren Sandfläche oder eines naturnahen Gartenteichs Tiere und Pflanzen fördern. Indem Sie bewusst einkaufen, können Sie als Konsument mithelfen, dass Urwälder erhalten bleiben und Meere nicht überfischt werden. Sie können dem Naturschutzbund Oberösterreich, einer sehr aktiven Naturschutzorganisation, als Mitglied beitreten und/oder ihn mit einer Spende unterstützen. Durch ein Geschenk an die Natur leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung einer vielfältigen Natur.

 

 


Winter 2008

Nicht nur für Kinder ist es ein schönes, winterliches Naturerlebnis,
Gartenvögel am Futterhäuschen vor dem Fenster beobachten zu können. Um
jedoch nicht mehr Schaden als Nutzen anzurichten, sollte man einige wichtige
Regeln beim Füttern der gefiederten Gäste beachten.
Der Naturschutzbund OÖ. gibt dazu Tipps und Anregungen.
mehr dazu


Kleiber

Rotkehlchen

Herbst 2008


"Flockenstieliger Hexenröhrling"

Pilze schonen:

Herbstzeit ist Pilzzeit und deshalb durchkämmen in dieser Zeit viele Menschen die heimischen Wälder auf der Suche nach wertvollen Speisepilzen. Mit etwa 3.000 heimischen Arten an Großpilzen, ist es kaum möglich, alle Arten zu kennen. Deshalb sollen nur solche Pilze gesammelt werden, die man eindeutig kennt. Nicht essbare sowie für den Menschen giftige Pilze bitte stehen lassen und keinesfalls mutwillig zerstören. Von den essbaren Arten nur solche Exemplare für die Küche mitnehmen, die tatsächlich verwendet werden. Alte und madige Pilze ebenfalls stehen lassen. So können sie noch Sporen produzieren und für die Vermehrung sorgen. Pilze haben als Symbionten, das heißt sie gehen mit Bäumen und anderen Pflanzen eine für beide Partner vorteilhafte Beziehung ein, sowie als Zersetzer von Totholz und anderen Pflanzenteilen eine überaus große Bedeutung in der Natur.

Pilzsucher, die sich abseits der Wege im Wald bewegen, besonders wenn sie noch dazu laut lärmen, verursachen bei Wildtieren Stress. Deshalb achten Sie bitte darauf, keinen Lärm zu verursachen.

Manche Pilzarten sind vor allem durch Lebensraumveränderungen selten geworden. Solche Arten sollten geschont werden. Die in Oberösterreich geschützten Arten Schönfußröhrling, Juchtenellerling, Bischofsmütze, Brätling, Riesenbovist, Sumpf-Haubenpilz und Stielbovist dürfen nicht gesammelt werden.

 

Fotos: Josef Limberger, Martin Schwarz